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Reisebericht USA vom 20. 8. bis 18. 9. 02
2002 hatte ich mir die Strecke von Seattle/ WA nach Tucson/ AZ vorgenommen, insgesamt 3730 Kilometer. Die ersten 950 Km von Seattle nach San Francisco bin ich über die bekannten Highways 101 und 1 gefahren. Dort war es schon reichlich herbstlich mit Tagestemperaturen von 15 bis 20 ° C, nachts wurden es auch schon mal 5°. Es lag schon ein Hauch von "Indian Summer" über Washington, hinter Seatle waren die Bäume streckenweise schon recht bunt. Die Straßenführung war sehr abwechslungsreich, in Washington ging es durch dichte Wälder und an tiefblauen Fjorden vorbei, in Oregon fuhr ich fast permanent an der Steilküste entlang. Im Süden Oregons sah ich dann auch die Folgen der katastrophalen Waldbrände in diesem Jahr. Die Flammen reichten bis 15 Meilen an die Küste heran. Die Stadt Brookings stand kurz vor der Evakuierung. Im Norden Californiens führt die 101 durch uralte Redwoodwälder. Die Aussichten waren teilweise atemberaubend, die Streckenführung auch. Meistens ging es 5- 10 % bergauf oder bergab, bis nach San Francisco bin ich wahrscheinlich keine 50 Km in der Ebene gefahren. Südlich von San Francisco ging es dann Richtung Osten, zuerst mal wieder 50 Km bergauf, bis nach San Jose, danach 30 Km bis auf ca. 1500 m über N. N. auf den Mount Hamilton, von dort aus weiter 120 km durch weitgehend unbewohntes Bergland, aber bergab, danach bis Bakersfield durch Farmland. Über die Interstate 58, später Highway 58, fuhr ich dann nach Südosten, durch die Mojave- Wüste, mit einem Abstecher in den Joshua-Tree-Nationalpark. In Arizona war dann für einige Tage die Sonora- Wüste meine Heimat, die Tagestemperaturen pendelten mittlerweile zwischen 35- 45° C. Einige Tage vorher hatte es heftige Regenfälle im Süden Arizonas gegeben, die Wüste war grün, so hatte ich sie noch nie gesehen. Stellenweise war vor lauter Gras und Büschen kein Kaktus mehr zu sehen. Das Tierleben war auch entsprechend reichhaltig, ich konnte viele Schlangen, Skorpione und auch Schildkröten sehen. Zum Ende meiner Tour hatte ich dann noch eine besonders interessante Strecke, den "Apache Trail". Diese Nebenstrecke beginnt ca. 50 Km östlich von Phoenix und windet sich in vielen engen Kurven durch die Wüste und an einer sehr touristischen "Ghosttown" vorbei. Vor 100 Jahren wurde dort Gold geschürft. Dann kommt die eigentliche Herausforderung: 30 Km Sand- und Schotterpiste am Lake Apache und Lake Roosevelt entlang mit vielen Steigungen und wenigen, dafür um so steileren, Gefällen. In entgegen gesetzter Richtung wäre die Piste einfacher, weil tendenziell bergab, zu befahren gewesen. Speziell die Reifen ( Schwalbe Marathon) haben hier Standfestigkeit bewiesen, bei auf 2,5 bar reduziertem Druck sind sie auch auf grobem Schotter überraschend spurtreu und die teilweise recht scharfkantigen Kiesel haben keine Spuren im Profil hinterlassen. Auch die Reifenflanken waren nach dieser Gewaltbehandlung noch unbeschädigt. Danach ging es noch 400 Km über "normale" Straßen weiter nach Tucson. Hier habe ich noch 3 Tage bei einem Bekannten gewohnt, bevor ich dann wieder nach Deutschland zurückflog.
Für alle, die neugierig geworden sind, gibt es das Buch: „Bicycling the USA- 3800 Kilometer mit dem Fahrrad von Seattle nach Tucson
Darin ist die komplette Tour beschrieben, mit vielen Angaben zu Entfernungen, Übernachtungmöglichkeiten und Sehenswürdigkeiten an der Strecke. Außerdem gibt es viele Tips zur Vorbereitung von Fahrer(in) und Fahrzeug für so eine „Extremtour und zur Informationsbeschaffung vor und während der Tour. Das Buch ist im „lenkertaschenfreundlichen Format 12× 19 cm gehalten und hat 24 Abbildungen. Du bekommst es bei:
www.amazon.de www.sport-xtrem.de oder einfach im Buchhandel unter der ISBN- Nr.: 3-8330-0573
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Hubert Schwarz zu „Bicycling the USA“:
Lieber Christoph Vitt,
mit Freude habe ich Ihren kleinen Reiseführer gelesen.
Den ersten Teil des Büchleins finde ich sehr informativ für Neulinge. Der zweite Teil ist gut zu lesen und mit interessanten und humorvollen Anekdoten versehen, z.B. der Skateboardfahrer, welcher die Staaten durchquert.
Das Buch ist mit Herz geschrieben und immer mit Hintergrund-Infos versehen.
Hubert Schwarz, Sozialpädagoge, Motivationstrainer und Mental-Coach und Geschäftsführer, zählt zu den erfolgreichsten Extremsportlern unserer Zeit.
Als erster Deutscher absolvierte er 1991 das Race Across Amerika, den härtesten Radmarathon der Welt. Diese Bravourleistung wiederholte er 1992 und 1994.
Im Jahr 1993 umrundete und 1995 durchquerte er den australischen Kontinent in Rekordzeit, bestritt Winterrennen in Alaska, kämpfte sich im Sattel durch die Anden und fuhr – inspiriert von Jules Verne – 1996 in 80 Tagen um die Welt.
FIT FOR FUN über „Bicycling the USA“:
3800 Kilometer mit dem Rad, von Seattle nach Tucson: Der Biker Christoph Vitt erzählt in seinem Buch „Bicycling the USA“ nicht nur Anekdoten, sondern gibt auch Moteltipps und Informationen für Nachahmer.
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